
Für alle, die es genau wissen möchten
Ausführlich erklärt
Die Außenfläche wird beim schnellen Atmosphärenflug stark erhitzt und oberflächlich aufgeschmolzen. Das Innere bleibt dabei meist vergleichsweise kühl.
Frische Schmelzkruste ist oft dunkel, kann aber durch Verwitterung matt, braun oder teilweise verloren sein.
- Typisch
- dünn, oft dunkel
Kein alleiniger Echtheitsbeweis
Farbe und Textur unterscheiden sich je nach Material und Erhaltungszustand. Schlacken und irdische Gesteine können ähnlich aussehen; eine Bestimmung braucht mehr als ein Oberflächenmerkmal.
Entstehung in wenigen Sekunden
Die Schmelzkruste entsteht durch Ablation während der hellen Flugphase. Die äußerste Schicht schmilzt, reagiert mit der Atmosphäre und erstarrt nach der Abbremsung. Sie ist gewöhnlich sehr dünn und bedeutet nicht, dass der ganze Meteorit geschmolzen war.
Bei Steinmeteoriten ist frische Kruste oft matt bis glänzend schwarz; bei Eisenmeteoriten kann sie anders ausgebildet sein. Fließlinien zeigen, wohin Schmelze über die Oberfläche strömte. Bricht ein Körper spät auseinander, können mehrere Krustengenerationen entstehen.
Alterung und Verwechslungen
Auf der Erde wird eine schwarze Kruste durch Oxidation, Sandstrahlung, Wasser und Temperaturschwankungen braun, rissig oder unvollständig. Eine helle Bruchfläche neben einer dunklen Außenhaut kann typisch sein, ist aber kein Beweis.
Schlacke, Basalt, verwitterte Gerölle und künstlich erhitzte Steine können scheinbare Krusten besitzen. Eine echte Schmelzkruste wird zusammen mit Dichte, innerem Gefüge, Metall, Mineralen und Fundkontext beurteilt.
Kurz & einfach
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Eine dünne, beim Atmosphärenflug entstandene Oberflächenschicht.
- Die Außenfläche wird beim schnellen Atmosphärenflug stark erhitzt und oberflächlich aufgeschmolzen. Das Innere bleibt dabei meist vergleichsweise kühl.
- Frische Schmelzkruste ist oft dunkel, kann aber durch Verwitterung matt, braun oder teilweise verloren sein.
Quellen & Redaktion
Quellen & Datenbanken
Redaktionell paraphrasierte Vorbefüllung, Stand 12.08.2026. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine weiterführende fachliche Prüfung.
