Schematische Beispielabbildung zum Wissensartikel „Eisenmeteoriten“
Eigene thematische BeispielabbildungDigital erstellte, schematische Veranschaulichung – keine Produktaufnahme und kein Ersatz für eine untersuchte Probe.

Für alle, die es genau wissen möchten

Ausführlich erklärt

Die wichtigsten Metallphasen heißen Kamacit und Taenit. Viele Eisenmeteoriten werden als Material aus Kernen differenzierter Kleinkörper gedeutet, doch nicht jede Gruppe folgt derselben Entstehungsgeschichte.

Chemische Gruppen beruhen auf Spurenelementen und Nickelgehalt; strukturelle Klassen beschreiben das Gefüge.

Hauptbestandteile
Eisen · Nickel · Kobalt

Systematisch eingeordnet

Gruppen und Untergruppen

Die Karten zeigen die nächste Ebene der Klassifikation. Verlinkte Gruppen führen zu einer eigenen ausführlichen Erklärung.

Chemische Gruppen

Elementmuster und Isotope ordnen Eisenmeteorite genetischen Gruppen wie IAB, IIAB, IIIAB, IVA oder IVB zu; ungruppierte Stücke passen in keine gesicherte Gruppe.

Hexaedrite

Nickelarme Eisenmeteorite, die strukturell vorwiegend aus Kamacit bestehen und beim Ätzen oft Neumann-Linien zeigen.

Oktaedrite

Kamacit- und Taenitlamellen können nach sachgerechtem Polieren und Ätzen Widmanstätten-Strukturen bilden.

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Ataxite

Nickelreichere Eisenmeteorite ohne makroskopisch klar ausgebildete Widmanstätten-Lamellen.

Sichtbare Strukturen

Nach Schneiden, Polieren und Ätzen können bei passenden Nickelgehalten Widmanstätten-Strukturen erscheinen. Ihr Fehlen macht ein Stück nicht automatisch unecht.

Chemische Gruppen und Mutterkörper

Eisenmeteoriten werden anhand von Nickel sowie Spurenelementen wie Gallium, Germanium und Iridium in chemische Gruppen eingeteilt. Mitglieder einer Gruppe teilen charakteristische Trends und stammen wahrscheinlich von demselben oder eng verwandten Mutterkörpern.

Viele Gruppen kristallisierten in metallischen Kernen differenzierter Asteroiden. Andere, besonders bestimmte nichtmagmatische Gruppen, zeigen komplexere Mischungs- und Impaktgeschichten.

Strukturelle Klassen

Oktaedrite zeigen nach geeigneter Präparation häufig Widmanstätten-Strukturen. Hexaedrite bestehen überwiegend aus Kamacit und können Neumann-Linien zeigen; Ataxite sind nickelreicher und besitzen kein grobes klassisches Widmanstätten-Muster.

Diese Bezeichnungen beschreiben das Metallgefüge. Sie ersetzen nicht die chemische Gruppe und sagen allein nichts über die Echtheit eines unpräparierten Stücks aus.

Kurz & einfach

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Metallreiche Meteoriten, überwiegend aus Eisen-Nickel-Legierungen.
  • Die wichtigsten Metallphasen heißen Kamacit und Taenit. Viele Eisenmeteoriten werden als Material aus Kernen differenzierter Kleinkörper gedeutet, doch nicht jede Gruppe folgt derselben Entstehungsgeschichte.
  • Chemische Gruppen beruhen auf Spurenelementen und Nickelgehalt; strukturelle Klassen beschreiben das Gefüge.

Nachprüfbar

Quellen & Datenbanken

Redaktionell paraphrasiert und anhand der verlinkten Fach- und Primärquellen erweitert; Stand 24.08.2026. Neue Klassifikationen und Datenbankeinträge können spätere Aktualisierungen erfordern.