
Für alle, die es genau wissen möchten
Ausführlich erklärt
Die Meteoritical Bulletin Database, kurz MBDB oder MetBull, wird im Umfeld der Nomenclature Committee der Meteoritical Society geführt. Sie ist die erste Anlaufstelle, wenn Name, Status oder Klassifikation eines konkreten Meteoriten geprüft werden sollen.
Ein Datensatz kann unter anderem den offiziellen Namen, Abkürzung, Fund- oder Falljahr, Fundregion, Gesamtmasse, Klassifikation, Bulletin-Ausgabe, Erstbeschreibung und das Depot des Typmaterials enthalten.
- Herausgeberumfeld
- Meteoritical Society · NomCom
- Geeignet für
- konkrete benannte Meteoriten
- Prüfen
- Name · Status · Klasse
Offiziell, vorläufig oder zweifelhaft
Der Datenbankstatus ist wesentlich. „Official“ kennzeichnet einen anerkannten Namen; „Provisional“ ist noch nicht formal genehmigt. Auch frühere Klassifikationen, Synonyme und als Pseudo- oder zweifelhaft geführte Bezeichnungen können dokumentiert sein. Im Shop darf ein vorläufiger Eintrag nicht wie eine endgültig bestätigte Klassifikation erscheinen.
So wird MetBull bei AustroMeteorites genutzt
Bei benannten Meteoriten werden Schreibweise, offizieller Status und veröffentlichte Klassifikation gegen den aktuellen MetBull-Eintrag geprüft. Provenienz, Gewicht und die Zuordnung des verkauften Fragments zu diesem Material müssen zusätzlich separat dokumentiert werden – ein Datenbankeintrag allein beweist nicht die Echtheit eines beliebigen Stücks.
Welche Angaben ein Datensatz enthält
Ein MBDB-Datensatz kann den anerkannten Namen, Synonyme, Status, Fall- oder Fundjahr, Ort, Koordinaten, Gesamtmasse, Anzahl der Stücke, Klassifikation, Schock und Verwitterung sowie Literaturhinweise enthalten. Umfang und Detail hängen von Alter und Qualität der Veröffentlichung ab.
Besonders wichtig sind die Institutionen, in denen Typmaterial und gegebenenfalls Dünnschliffe hinterlegt wurden. Dieses Referenzmaterial ermöglicht spätere Prüfung und ist Teil des formalen Anerkennungsverfahrens für neue Meteoriten.
Was die Datenbank nicht beweist
Die Datenbank ist kein vollständiges Verzeichnis aller verkauften Fragmente, Besitzer oder Marktpreise. Bei Sammelfundgebieten wie Nordwestafrika können getrennte Nummern später als gepaart erkannt werden, während eine bloße Ähnlichkeit keine Paarung beweist.
Ein korrekter Eintrag bestätigt Name und veröffentlichte wissenschaftliche Daten. Ob ein konkretes Handelsstück tatsächlich dazugehört, muss weiterhin über Etiketten, Besitzerfolge, Fotos und gegebenenfalls Analysen belegt werden. Offizieller Datensatz und Provenienz erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Kurz & einfach
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Die maßgebliche internationale Datenbank für offiziell anerkannte Meteoriten und ihre Klassifikationen.
- Die Meteoritical Bulletin Database, kurz MBDB oder MetBull, wird im Umfeld der Nomenclature Committee der Meteoritical Society geführt. Sie ist die erste Anlaufstelle, wenn Name, Status oder Klassifikation eines konkreten Meteoriten geprüft werden sollen.
- Ein Datensatz kann unter anderem den offiziellen Namen, Abkürzung, Fund- oder Falljahr, Fundregion, Gesamtmasse, Klassifikation, Bulletin-Ausgabe, Erstbeschreibung und das Depot des Typmaterials enthalten.
Quellen & Redaktion
Quellen & Datenbanken
Redaktionell paraphrasierte Vorbefüllung, Stand 12.08.2026. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine weiterführende fachliche Prüfung.
