
Für alle, die es genau wissen möchten
Ausführlich erklärt
Angrite enthalten charakteristische calciumreiche Pyroxene, Olivin, Anorthit und Troilit. Ihre Kristallisationsalter reichen bis in die früheste Geschichte des Sonnensystems zurück.
Schnell abgekühlte und plutonische Untergruppen dokumentieren unterschiedliche Tiefen und Abkühlungsverläufe des Mutterkörpers.
- Typ
- basaltischer Achondrit
Seltene Proben eines frühen Körpers
Die genaue Quelle ist nicht abschließend identifiziert. Chemie und Isotope zeigen jedoch einen differenzierten Körper des inneren Sonnensystems.
Mineralogie und außergewöhnliches Alter
Angrite sind basaltische Achondrite mit ungewöhnlicher Chemie. Typisch sind calciumreiche Pyroxene, Olivin und Anorthit; viele sind arm an flüchtigen Elementen. Ihre Mineralzusammensetzung unterscheidet sie klar von HED-Basalten und Marsmeteoriten.
Einige Angrite kristallisierten bereits wenige Millionen Jahre nach den ersten festen Bestandteilen des Sonnensystems. Deshalb dienen ihre präzisen radiometrischen Alter als wichtige Fixpunkte für die frühe Differentiation, den Zerfall kurzlebiger Isotope und die Chronologie planetarer Körper.
Schnell erstarrt oder langsam abgekühlt
Manche Angrite sind feinkörnig, enthalten Hohlräume und erstarrten vermutlich rasch in oberflächennahen Laven. Andere sind gröber und kühlten langsamer in der Tiefe. Die Gruppe bewahrt damit mehrere Ebenen eines magmatisch aktiven kleinen Planeten.
Der konkrete Mutterkörper ist unbekannt. Chemische und isotopische Daten weisen auf eine eigene differenzierte Welt im inneren Sonnensystem; eine direkte Zuordnung zu einem heute beobachteten Asteroiden ist bislang nicht gesichert.
Kurz & einfach
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Sehr seltene basaltische Achondrite aus der Frühzeit planetarer Differentiation.
- Angrite enthalten charakteristische calciumreiche Pyroxene, Olivin, Anorthit und Troilit. Ihre Kristallisationsalter reichen bis in die früheste Geschichte des Sonnensystems zurück.
- Schnell abgekühlte und plutonische Untergruppen dokumentieren unterschiedliche Tiefen und Abkühlungsverläufe des Mutterkörpers.
Quellen & Redaktion
Quellen & Datenbanken
Redaktionell paraphrasierte Vorbefüllung, Stand 12.08.2026. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine weiterführende fachliche Prüfung.
