Schematische Beispielabbildung zum Wissensartikel „Was sind Tektite?“
Eigene thematische BeispielabbildungDigital erstellte, schematische Veranschaulichung – keine Produktaufnahme und kein Ersatz für eine untersuchte Probe.

Für alle, die es genau wissen möchten

Ausführlich erklärt

Bei einem großen Einschlag wird irdisches Oberflächenmaterial geschmolzen und ausgeworfen. Tropfen und Fragmente erstarren während des Fluges zu Tektitglas.

Bekannte Streufelder umfassen unter anderem Australasien, Mitteleuropa, Nordamerika und die Elfenbeinküste.

Material
irdisches Impaktglas

Systematisch eingeordnet

Gruppen und Untergruppen

Die Karten zeigen die nächste Ebene der Klassifikation. Verlinkte Gruppen führen zu einer eigenen ausführlichen Erklärung.

Australasiatisches Streufeld

Das größte und jüngste große Tektit-Streufeld; dazu zählen Australite, Indochinite, Philippinite und verwandte Regionalformen.

Moldavite

Grüne Tektite des mitteleuropäischen Streufelds, das mit dem Ries-Impakt in Verbindung steht.

Nordamerikanische Tektite

Dunkle Bediasite und die mikrotektitische Georgiaite-Gruppe werden dem Chesapeake-Bay-Impakt zugeordnet.

Elfenbeinküsten-Tektite

Ein kleines westafrikanisches Streufeld, das mit dem Bosumtwi-Krater in Ghana verknüpft wird.

Warum Tektite keine Meteoriten sind

Das auslösende Projektil kommt aus dem All, das Tektitmaterial selbst besteht jedoch überwiegend aus aufgeschmolzenem irdischem Gestein. Im Shop muss es deshalb als Impaktmaterial getrennt ausgewiesen werden.

Irdisches Gestein, durch einen Einschlag verwandelt

Bei einem großen Einschlag werden oberflächennahe irdische Gesteine in sehr kurzer Zeit aufgeschmolzen, teilweise verdampft und weit aus dem Krater geschleudert. Tropfen und Schollen erstarren während des Flugs zu silikatischem Glas mit sehr geringem Wassergehalt.

Die hohe Temperatur homogenisiert das Material stärker als bei vielen vulkanischen Gläsern. Tektite enthalten im Allgemeinen keine Chondren und kein typisches meteoritisches Metall. Sie sind Produkte eines Meteoritenimpakts, aber selbst kein außerirdischer Meteorit.

Streufelder, Formen und Namen

Bekannte Streufelder sind das Australasische, das mitteleuropäische der Moldavite, das nordamerikanische mit Bediasiten und Georgiaiten sowie das Elfenbeinküsten-Streufeld. Jedes wird über Alter, Chemie und räumliche Verteilung mit einem Einschlag verbunden.

Rotierende Tropfen bilden Kugeln, Scheiben, Tropfen und Hantelformen. Manche australasischen Tektite wurden beim späteren Wiedereintritt erneut aerodynamisch geformt. Oberflächengruben können durch Ätzung und Verwitterung entstehen und sind nicht mit Regmaglypten gleichzusetzen.

Kurz & einfach

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Natürliches irdisches Glas aus dem Auswurf großer Impaktereignisse – keine Meteoriten.
  • Bei einem großen Einschlag wird irdisches Oberflächenmaterial geschmolzen und ausgeworfen. Tropfen und Fragmente erstarren während des Fluges zu Tektitglas.
  • Bekannte Streufelder umfassen unter anderem Australasien, Mitteleuropa, Nordamerika und die Elfenbeinküste.

Nachprüfbar

Quellen & Datenbanken

Redaktionell paraphrasiert und anhand der verlinkten Fach- und Primärquellen erweitert; Stand 24.08.2026. Neue Klassifikationen und Datenbankeinträge können spätere Aktualisierungen erfordern.